Facebook Custom Audience - Was Unternehmen beachten m├╝ssen

03.04.2018, Social Media

Das Werbeanzeigen-Tool ÔÇ×Facebook Custom AudienceÔÇť bietet Werbekunden die M├Âglichkeiten ihre Zielgruppen noch effizienter anzusprechen. Bestehende Kunden werden unter den Facebook-Usern herausgefiltert und k├Ânnen so gezielt angesprochen werden.

Es gibt zwei Varianten das Werkzeug einzusetzen:

Bei Facebook Custom Audience aus einer Kundenliste l├Ądt ein Unternehmen eine Liste mit Kundeninformationen (z.B. Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) auf ihr Facebook-Konto. Nach Verschl├╝sselung der Daten pr├╝ft Facebook, wer von den gelisteten Personen im Netzwerk aktiv ist. So kann das Unternehmen daraus Zielgruppen w├Ąhlen und passende Werbeanzeigen an diese User richten.

Die andere M├Âglichkeit ist die Einbindung eines Facebook Pixel auf der Homepage oder App eines Unternehmens. Facebook verfolgt so das Online-Verhalten der Besucher und spielt ihnen gezielt passende Werbeanzeigen aus.

Aber Vorsicht: Rechtlich kann dieses Tool f├╝r Unternehmen schnell riskant und teuer werden, wenn nicht sorgf├Ąltig genug damit umgegangen wird. Immerhin geht es um die Verarbeitung personenbezogener Daten. Angriffspunkte bei den Werbetreibenden sind immer wieder fehlende oder mangelhafte Einwilligungen der Kunden zur Nutzung ihrer Daten. Auch die Verschl├╝sselung der Daten ist Beh├Ârden zufolge mangelhaft und k├Ânne zum Teil mit wenig Aufwand wieder in die urspr├╝nglichen Informationen zur├╝ckgerechnet werden.

Facebook selbst, sichert sich mit seinen Nutzungsbedingungen ab und entzieht sich der Verantwortung. Es liegt also in der Hand der werbetreibenden Unternehmen Facebook Custom Audience datenschutzrechtlich zul├Ąssig einzusetzen. Wie bereits angesprochen ist eine informierte Einwilligung des Kunden unverzichtbar, das ist vor allem f├╝r die Nutzung ├╝ber eine Kundenliste von Relevanz. Wird die Einwilligung widerrufen, muss der Betroffene unverz├╝glich aus der Liste entfernt werden. Auch Facebook Custom Audience ├╝ber Pixel ist nur zul├Ąssig, wenn eine informierte Einwilligungserkl├Ąrung der Websitebesucher vorliegt. Unternehmen m├╝ssen die Besucher au├čerdem ├╝ber das Verfahren der Datenerhebung ausreichend informieren (welches Verfahren wird eingesetzt, wer ist daf├╝r zust├Ąndig, zu welchem Zweck erfolgt die Datenerhebung etc.). Zudem ist ein geeignetes Opt-Out-Verfahren vom Betreiber der Website zu implementieren.

Vor der Nutzung von Facebook Custom Audience sollten sich werbetreibende Unternehmen also ausreichend informieren und mit geeigneten Rechtsgrundlagen auseinander setzen. Dann steht der Verwendung des vielversprechenden Tools auch nichts mehr im Weg.